Wir zeigen Euch in diesem Artikel die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Donau und geben Euch Tipps, wie Ihr sie am einfachsten und vor allem günstig entdeckt. Prunkvoll, märchenhaft und ganz besonders charmant – das ist unsere Hauptstadt Wien. Wenn Ihr bald zu einem Kurztrip in die Metropole aufbrecht und Euch schon vorher über die Must Sees informieren möchtet, um kein Highlight zu verpassen, dann seid Ihr hier genau richtig.
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Karte der Top Sehenswürdigkeiten in Wien
Wien ist in 23 Bezirke unterteilt, in denen es viel für Euch zu entdecken gibt. Wenn Ihr nach einem ausgiebigen Sightseeing-Marathon auf der Suche nach etwas Entspannung seid, solltet Ihr Euch in einem der vielen Parks niederlassen und auf den grünen Wiesen einfach mal abschalten. Damit Ihr ansonsten nicht verloren in der Stadt umher irrt, kommen hier unsere Empfehlungen, welche Sehenswürdigkeiten Ihr auf Eure Besichtigungs-Liste schreiben solltet:
Wiener Prater
Der Wiener Prater ist mit jährlich drei Millionen Besuchern DER Treffpunkt der Hauptstadt. Er umfasst nicht nur den beliebten Freizeitpark und das Herzstück der Anlage, den Wurstelprater, sondern auch das bekannte und als Fotomotiv sehr beliebte Riesenrad und weitere Fahrgeschäfte. Von Achterbahnen wie der Boomerang oder der Wasserbahn „Wildalpenbahn“ über Autoscooter bis hin zu vielen verschiedenen Geisterbahnen ist hier so ziemlich alles dabei, was man sich eben unter einem Freizeitpark vorstellt. Auch ein Varieté Theater (Magic World Vienna) mit Zaubershows aller Art gibt es.
Das Riesenrad mit seinen alten Kabinen ist das Wahrzeichen des Wiener Praters. ©Lipskiy/Shutterstock.com
Schlendert über den Rummel, fahrt mit den verschiedenen Fahrgeschäften und gönnt Euch zwischendurch echte Wiener Spezialitäten von den Imbiss-Ständen oder in den Restaurants und Biergärten. Auf dem sechs Quadratkilometer großen Prater-Gelände gibt es übrigens auch viele Grünflächen zum Entspannen (Grüner Prater) sowie Bars und Clubs, um die Nacht zum Tag zu machen. Der Grüne Prater gilt als die grüne Lunge Wiens und ist ein Paradies für Jogger, Reiter und Radfahrer. Wer sich einfach nur vom zachen Alltag erholen will, wird dort von zahlreichen Kaffeehäusern empfangen. Wer nicht zu Fuß gehen will, kann auch mit der Liliputbahn eine Rundfahrt machen.
Unser Tipp: Wenn Ihr diese Sehenswürdigkeit möglichst ohne Stress auskosten möchtet, dann schaut am besten Vormittags oder in den Schulferien vorbei. Denn dann sind viele Einheimische entweder auf Arbeit oder im Urlaub und der gerne prall gefüllte Prater ist nicht ganz so stark besucht. Allerdings haben dann auch oft nicht alle der rund 250 Attraktionen geöffnet.
Der Wiener Naschmarkt
Wo wir bereits die Spezialitäten angesprochen haben, möchten wir Euch auf jeden Fall auch den Naschmarkt am Altstadt-Rand empfehlen, der werktags bis in den Abend für Euch geöffnet hat. Der Naschmarkt zählt zweifelsohne zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Wien bei Jung und Alt. Er liegt im 6. Stadtbezirk und erstreckt sich über 2 Hektar Fläche. Er ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit sondern auch eine einzige Köstlichkeit! Hier kommen alle Freunde der Kulinarik ganz auf ihre Kosten und finden Spezialitäten aus aller Welt. Schlagt bei Fleisch, Obst, Gemüse, Milchprodukten und Backwaren so richtig zu oder schlendert einfach nur durch die Gänge und lasst Euch von dem Anblick der frischen Produkte verzaubern. Wenn Ihr schön zubereitete Feinkost-Spezialitäten kosten möchtet, könnt Ihr Euch in den zahlreichen gastronomischen Betrieben niederlassen und Euch durch die angebotenen Köstlichkeiten probieren.
Schloss Schönbrunn
Mit dieser traumhaften Sehenswürdigkeit wird es endlich kaiserlich! Ein weiteres Wahrzeichen Wiens ist natürlich das Schloss Schönbrunn, das als Sommerresidenz der Habsburger diente und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der imposante Bau wurde 1642 als Lustschloss für die Kaiserin Eleonora Gonzaga gebaut, 1743 durch Maria Theresia umgebaut und ist heute eines der meistbesuchten Kulturgüter des Landes. Kaiser Franz Joseph wurde hier geboren und verbrachte auch seine letzten Jahre im Schloss Schönbrunn. Natürlich residierte hier auch Kaiserin „Sisi“ Elisabeth. Von den 1.441 Räumen könnt Ihr derzeit 45 besichtigen. Das sogenannte „Millionenzimmer“ gilt als einer der prachtvollsten Rokokoräume weltweit. Historisch bedeutsam wird es auch in der Großen Galerie, in der 1814/1815 der Wiener Kongress tagte.
Sowohl Schloss Schönbrunn als auch die Gartenanlagen sind zu jeder Jahreszeit paradiesisch. ©saiko3p/Shutterstock.com
Auch im Schlosspark gibt es vieles zu entdecken. Bewundert beeindruckende Brunnen, imposante Statuen, große Denkmäler und natürlich die Gloriette – das ganze Jahr über. Kostenpflichtig, aber nicht weniger empfehlenswert sind der Irrgarten und der daneben befindliche Tiergarten. In den hübschen Berglzimmern bekommt Ihr in einer einzigartigen VR-Vorführung eine Reise in die Vergangenheit spendiert und Erfahrt alles über den Bau des Schlosses und seine Hintergründe.
Tiergarten Schönbrunn
Direkt neben dem Schloss im Schlossgarten liegt auch der Tiergarten Schönbrunn, der älteste Zoo der Welt in Betrieb, der schon drei mal zum besten Zoo in Europa gekürt wurde. Haltet Ausschau nach den 730 Tierarten und lasst Euch von der artgerechten Haltung überzeugen. Übrigens war der Tiergarten Schönbrunn der erste Zoo in Europa, in dem die Aufzucht von drei Panda Kindern gelang. Trotz seines Alters ist der Wiener Tiergarten aber auch einer der modernsten Zoos und immer wieder eine Reise wert. Weitere Infos zum Tiergarten und den anderen Top Zoos in Österreich, findet Ihr in unserem Artikel.
Hofburg & Heldenplatz
Diese Sehenswürdigkeit, einer der größten Palast-Komplexe der Welt (300.000 m²), ist heute der Sitz des Bundespräsidenten. Die Hofburg besteht aus mehreren Gebäuden, eines davon beherbergt das Sissi-Museum. Die Burg wurde von den Habsburgern seit dem 13. Jahrhundert immer wieder mit neuen Gebäuden erweitert und so erlebt Ihr hier einen Mix verschiedener Baustile mitten in der Wiener Innenstadt. Sie vereint viele verschiedene Top Sehenswürdigkeiten Wiens und wenn Ihr in der Kaiserstadt unterwegs seid, lohnt sich auch ein Blick ins Innere des Gebäudes.
Etwa hat die prunkvolle Nationalbibliothek hier, ebenso wie das Hoftheater, ihren Platz gefunden. In der Hofkapelle halten die berühmten Wiener Sängerknaben Messen ab, in der Spanischen Hofreitschule zeigen die Bereiter und Bereiterinnen die Fähigkeiten und Kunststücke der berühmten Lipizzaner und das Kunstmuseum Albertina zeigt einige der bedeutendsten Grafiken und modernen Kunstwerke der Welt. Weiterhin findet Ihr hier das Weltmuseum Wien, das Haus der Geschichte oder das Österreichische Filmmuseum.
Zudem liegt die Hofburg direkt beim Heldenplatz, der ein touristisches Drehkreuz erster Güte darstellt und bei keinem Besuch Wiens außer Acht gelassen werden sollte.
Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper, eröffnet im Jahr 1869, gehört definitiv zu den bekanntesten Opernhäusern der Welt und liegt im inneren Stadtbezirk. An ungefähr 300 Tagen pro Jahr finden hier Veranstaltungen mit einer unerreichten Bandbreite statt. Pro Saison werden etwa 50 Produktionen in nahezu täglichem Wechsel präsentiert. Das Konzept geht auf, denn die Staatsoper jongliert mit einer Auslastung von 100%. Wollt Ihr Euch eine Aufführung ansehen, ist also zeitiges reservieren ein Muss!
Von außen und innen beeindruckend, aber mit noch mehr Prunk auf der Bühne: Die Wiener Staatsoper. ©TTstudio/Shutterstock.com
Trotz seiner langen Tradition ist das Opernhaus auch eines der modernsten. Seit der Saison 2018/19 stehen etwa hochauflösende Tablets zur Verfügung, auf denen sich alle Gäste bei Bedarf Untertitel in einer von acht Sprachen anzeigen lassen können. Diese werden manuell eingespielt, um dem Timing auf der Bühne zu 100% gerecht zu werden.
Die berühmteste Veranstaltung in der Wiener Staatsoper ist aber wohl der Wiener Opernball, der traditionell von hundert Debütantenpaaren eröffnet wird. Wenn Ihr keine Fans von Opern seid, solltet Ihr Euch aber auf jeden Fall das geschichtsträchtige Gebäude von Außen anschauen.
Der Stephansdom
Ebenfalls im innersten Stadtbezirk findet Ihr den Stephansdom, liebevoll „Steffl“ genannt, der als Wahrzeichen Wiens zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt und darüber hinaus zählt. Die Kathedrale wurde im gotischen Stil gebaut (Baubeginn 12. Jahrhundert) und beherbergt die zweitgrößte freischwingende Kirchenglocke Europas, die „Pummerin„. Seid Ihr geschichtlich interessiert und ein bisschen abenteuerlustig, nehmt an einer informativen Führung durch die Katakomben teil, bei der Ihr die dunklen Gänge und Gruften erforscht.
343 Stufen müsst Ihr erklimmen, wenn Ihr solch einen Ausblick erleben wollt. ©trabantos/Shutterstock
Der Dom fungiert nämlich als Grabstätte vieler prominenter Österreicher und beinhaltet auch den Domschatz: extrem wertvolle Gewänder, Bücher, Texte und Reliquien aus/mit Gold und Edelsteinen. Last but not least hat es der Steffl sogar auf die Packung einer der berühmtesten Wiener Snacks geschafft: den Manner Schnitten.
MuseumsQuartier
Das achtgrößte Kulturareal der Welt befindet sich auf 60.000 m² Fläche im 7. Stadtbezirk am Rande der Innenstadt und bietet Euch seit 2001 zahlreiche Kunst- und Kultureinrichtungen, die für alle Altersklassen ein spannendes Programm bereithalten. Wenn Ihr im Sommer in Wien unterwegs seid, finden auf dem Gelände auch viele Veranstaltungen und Konzerte statt. Beobachtet den großen Komplex auf jeden Fall auch aus der Ferne und lasst Euch von der wunderschönen Architektur verzaubern. Das „MQ“ ist längst ein beliebter Treffpunkt und Ort der Zusammenkunft statt bloß eine Ansammlung an Museen, Restaurants, Shops und Cafés.
Wenn Ihr mal nicht mehr wisst, wohin Ihr für den Rest des Tages gehen sollt: Im MQ seid Ihr nie verkehrt. ©saiko3p/Shutterstock.com
Verschiedene Führungen bieten sich bei einem Besuch des MuseumsQuartiers an. Die Areals- und Architekturführung beispielsweise gibt Euch jeden Samstag einen spannenden Ein- und Überblick über das MQ, seine Kultur und seine Angebote. Die Führung „Vom Marstall zum MuseumsQuartier“ zeigt Euch, wie der Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach den Gebäudekomplex zuerst als Stall entwarf, der sich dann zu einem Kulturareal entwickelte. „Imperiales Kaiserquartier“ beleuchtet den ursprünglichen Zweck des MQ als Teil eines „Kaiserforums“. Schließlich wird es noch einmal sehr künstlerisch mit der Führung „Meet the Artists“, denn im MQ wohnen sogar rund 60 internationale Kunstschaffende in ihren Studios und öffnen regelmäßig Ihre Türen.
Time Travel Vienna: Eine ungewöhnliche Zeitreise durch Wien
Dieses multimediale Erlebnis bringt Euch die Geschichte Wiens auf unterhaltsame, humorvolle und schaurig schöne Erfahrung gleichermaßen nahe. In gut 50 Minuten geht es auf eine Reise in die Vergangenheit im Kloster St. Michael. Zu Beginn bringt Euch das 5D-Kino in die römische Epoche Wiens. Dann werdet Ihr von den Kaisern und Kaiserinnen Maximillian, Maria Theresia und Franz und Sisi höchstselbst (als animatronische Figuren) begrüßt.
Dass diese Sehenswürdigkeit sogar ausgeschildert ist, sollte Euch versichern, dass Ihr hier einem Volltreffer auf den Spuren seid. ©PAT-Thai/Shutterstock.com
Wie jede Stadt von Weltrang hat auch Wien eher unangenehme Zeiten durchgestanden. Lasst Euch von einem Pestdoktor die vielleicht dunkelsten Jahre Wiens entführen und durch die düsteren Gänge leiten. Lustiger wird es dann wieder, wenn sich Johann Strauß und Wolfgang Amadeus Mozart einen verbalen Schlagabtausch im Ballsaal geben. Den Abschluss macht eine Fiakerfahrt durch ganz Wien in einer „fliegenden“ Kutsche. Alle Stationen sind mit modernster Showtechnik ausgestattet und sind wunderbar immersiv. Ein absolut empfehlenswertes Erlebnis!
Sigmund Freud Museum
Eine weitere Sehenswürdigkeit für alle Geschichtsinteressierten! Dieses Museum befindet sich in eben jenem Haus, in dem der wahrscheinlich weltweit berühmteste Bürger Wiens für 50 Jahre lebte und praktizierte. Nach einigen Umbau-Arbeiten hat das Sigmund Freud Museum seit 2020 wieder geöffnet und ist seitdem größer als je zuvor, da das komplette Haus zugänglich gemacht wurde. Auf über 550 m² wird zum Einen vor allem Sigmund Freud gedacht und der Ursprung der psychologischen Tiefenanalyse veranschaulicht, zum Anderen aber auch die Geschichte des Hauses selbst erzählt, das vor allem während der NS Zeit einige bewegte Jahre gesehen hat.
Das Hundertwasser Village
Wer in Wien unterwegs ist, sollte sich auch einmal das Haus des berühmten Architekten Friedensreich Hundertwasser (bürgerlich Friedrich Stowasser) angeschaut haben. Der unverwechselbare Stil, bei dem nahezu keine Geraden zu finden sind, fasziniert und amüsiert gleichermaßen und bringt kindische Freude wieder zum Vorschein. Da im Gebäude selbst Privatpersonen leben, darf von der grünen Großstadt-Oase nur die Außenfassade angeschaut und das kleine Shop-Café im Erdgeschoss betreten werden. Dort könnt Ihr jedoch einen kleinen Film schauen, in dem Hundertwasser selbst durch das Haus führt.
Alles Einwohner des Hundertwasserhauses dürfen Ihren Teil der Außenfassade nach eigenem Geschmack gestalten. ©Andres Ricardo Gonzales/Shutterstock.com
Noch interessanter wird es allerdings im gegenüberliegenden Hundertwasser Village. Im typischen Stil ist hier eben ein ganzes Indoor-„Dorf“ entstanden, mit Dorfplatz und Brunnen, Shops, Restaurants und natürlich Kunstgalerien. Hundertwasser wird als einer der ersten großen ökologischen Vordenker Europas angesehen, was sich auch im Village widerspiegelt.
Entdeckt Wiens Sehenswürdigkeiten mit der Vienna City Card
Bevor Ihr zu Eurem Städtetrip aufbrecht, möchten wir Euch noch die Vienna City Card* ans Herz legen, mit der Ihr flexibel und entspannt den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt nutzen könnt und zusätzlich viele Rabatte erhaltet. Für zwei Tage zahlt Ihr nur 25 Euro für die Karte, bei drei Tagen werden 29 Euro und für eine Woche 35 Euro fällig. Bestellt die Karte im Vorfeld online, oder kauft sie vor Ort bei der Touristeninformation. Enthalten sind super viele Coupons, mit denen Ihr verschiedene Ermäßigungen erhaltet. Sichert Euch so zum Beispiel Preisnachlässe auf die Eintritte in das Schloss Schönbrunn oder interessante Museumsbesuche. Zudem könnt Ihr Optionen wie Flughafentransfer oder inbegriffene Hop-on Hop-off Busse ganz nach Euren Bedürfnissen wahrnehmen. Ein echter Vorteil für alle, die Wien in Gänze entdecken und dabei bares Geld sparen wollen!
Hotelempfehlungen in Wien
Parkhotel Schönbrunn
Direkt bei Schloss Schönbrunn seid Ihr in perfekter Lage, um die Sehenswürdigkeiten Wiens zu erkunden. Dazu wohnt Ihr in absolut kaiserlicher Atmosphäre und könnt mit etwas Glück sogar den Blick auf die Parkanlage genießen. Macht Euren Stadturlaub unvergesslich!